Raidlinglauf

Vor 3 Jahren krank, vor 2 Jahren gestürzt (aka „Ich wollte zuviel“) und letztes Jahr war Taufe meines Lieblings-Patenkindes Luca … und dieses Jahr hat’s dann endlich geklappt. Obwohl uns die Neuschneemengen fast einen Strich durch die Rechnung machten – ein gefahrloser Aufstieg zur Hochmölbinghütte war kaum möglich, so die Prognose. Aber gut Ding braucht Weile und so hat sich dieses Jahr endlich alles zum Guten aufgelöst.

Abschied

Bertl und Hannes vom Alpenverein veranstalten diesen Gedenklauf nun schon seit vielen Jahren. Entweder führt die mit Torstangen gekennzeichnete Strecke vom Kleinmölbing oder vom Wörschacher Raidling zur Hütte. Feinster Pulver nordseitig ließ die Entscheidung sehr einfach ausfallen: der Raidling es sein soll *g*. An diesem Wochenende war allerdings nicht nur das Skitourenrennen angesagt – es heißt Abschied nehmen. Petra und Edgar, die Wirtsleut‘ der Hochmölbinghütte, sperren ihre Pforten für den Lauf zum allerletzten Mal auf. Ein Pächterwechsel steht vor der Tür. Und auch wenn der neue Pächter ein guter Freund von uns allen ist, so waren es doch 8 unglaublich geniale Jahre auf der Hütte.

Zudem wird Matthias an diesem Wochenende immer ein Jahr älter und der Feier-Triathlon somit perfekt. Rennen, Abschied und Geburtstag an einem Wochenende – na wenn das mal nicht gut wird …

Rennen

Eine niedrige Nummer bedeutet normalerweise eine eher langsame Strecke – viel Neuschnee drinnen usw. Mit Startnummer 17 also keine guten Voraussetzungen – aber hauptsache Klaus hat die Nummer 10 gezogen *g*. Ich kann mich schon gar nicht mehr dran erinnern, das letzte Mal (außer beim Lauf vor 2 Jahren) durch rote und blaue Stangen geflitzt zu sein. Meine aktive Rennkarriere ist schon eine Weile her. Aber das Fieber packt mich dann doch immer wieder wie es scheint. Schon Goldi pflegte einst zu sagen „Pokal oder Spital“. Ganz so dramatisch muss es dann nicht enden, aber ein Versuch ist es allemal wert.

Vor den letzten Toren brannten die Oberschenkel wie Feuer. Ein Ausfall stand kurz bevor, doch irgendwie rettete ich mich dann doch noch über die Ziellinie. Fix und fertig – wie alle anderen auch. Am Ende belegten wir Platz Zwei, Drei und Vier … Ein voller Erfolg. Der Youngster Tobi war wieder mal unschlagbar, Gratulation an den Tagessieg.

Geburtstag

Nachdem die Pflicht erledigt war ging’s nun über zur Kür. Geburtstag- und Abschiedsfeier in Einem. Leckeres Chili con Carne, Torte, eine Stange Wurst vom Steinmetz, g’schmackige Schokopralinen, ein Kamel mitten in den Latschen und äußerst nachtaktive Eulen. Was will man mehr *g*. Am nächsten Tag dann etwas verkatert noch ein paar Tiefschneeschwünge vom Raidling und ein perfektes Wochenende verabschiedet sich. So wie die Ära zweier grandioser Hüttenwirte … aber nun müssen wir nicht mehr regelmäßig tonnenweise Brot und Gulaschfleisch auf die Hütte schleppen … Danke euch allen und einen guten Start dem neuen Pächter Armin!